Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Die Werke des Sohns griechischer politischer Emigranten kreisen um ein Phänomen der visuellen Orientierung: Wir glauben leicht, was wir sehen, und verlassen uns auf dessen Wahrhaftigkeit.

Die Bilder erinnern auf den flüchtigen Blick an fotografische Momentaufnahmen der Gegenwart. Sie erzählen auf der Oberfläche von Menschen oder Szenarien, die uns vertraut erscheinen. Dann jedoch stößt der Betrachter auf Stellen im Bild, die den Erzählstrang unterbrechen. Eine Geste, ein Detail, ein kaum identifizierbarer Verweis zeigen in die Tiefe, in einen Abgrund, den es auszuloten gilt. Kalaizis erzählt diese Orte und Momente der Irritation als Vertiefung, als Zentrum eines Kaleidoskops von Möglichkeiten; vorwärts und rückwärts, in die Tiefe, insbesondere jedoch weg vom Erwartbaren. Die Bruchstellen erscheinen als Lichtfall oder als grafisches Symbol mit fragwürdiger Herkunft, als Umkehrung, Verdoppelung, Gegensatz und Schattenwurf. Von den so betonten Bildelementen gehen keine schlüssigen Lösungen aus, sondern führen Fragen nach allen Seiten, über die der Betrachter in das Werk findet. Die inhaltlichen Brüche bereiten großes Unbehagen, wenn die vertraute Sehweise unterlaufen und inmitten der lesbaren Bild-Geschichte ins Unerklärliche, nicht mehr Vorstellbare geführt wird: Ein Bild muss so gebaut sein, als betrete man eine Lichtung, so Kalaizis.
Künstler*innen
Herausgegeben von
Beiträge von
Produktsicherheit
Hirmer Verlag GmbH, Bayerstr. 57-59, 80335 München, mail@hirmerverlag.de, Sicherheitshinweis entsprechend Art. 9 Abs. 7 S. 2 der GPSR entbehrlich.

Weitere Empfehlungen

Empfehlungen werden geladen...