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Der heutige Landkreis Erding deckt sich weitgehend mit dem früheren Gericht Erding und dem kleineren Gericht Dorfen. Das Gebiet besaß weder bedeutende Schlösser noch Klöster. Das Erdinger Land war in erster Linie Bauernland. Zwar gab es im Gericht siebzig Adelshofmarken und Sitze auch bedeutender bayerischer Adelsfamilien, aber die Hofmarkskirchen des 18. Jahrhunderts unterscheiden sich hier nicht von den Pfarr- und Filialkirchen.

Sie gleichen sich alle in ihren hohen lichten Räumen, ihren weiten fragilen Gewölben und den geschwungenen Turmhauben. Bei Ihrer Ausstattung richtete sich das Interesse der Auftraggeber oft mehr auf die Altäre, erst in zweiter Linie auf Stuck und Fresken. Drei Maler, die auch freskierten, waren im 18. Jahrhundert in Erding ansässig, Michael Rieder, Franz Xaver Zellner und Nikolaus Miller. Sie hinterließen zusammen nur sechs Ausmalungen. Der einzige Maler, der hier länger anhaltenden Erfolg hatte, war der Zimmermann-Schüler Martin Heigl. Er malte drei große Pfarrkirchen und zwei Wallfahrtskirchen aus.
Künstler*innen
Michael Rieder, Franz Xaver Zellner, Nikolaus Miller
Herausgegeben von
Hermann Bauer (Hrsg.) | Frank Büttner (Hrsg.) | Bernhard Rupprecht (Hrsg.) | A. Bunz (Fotos) | W.-c Von der Mülbe (Fotos)
Beiträge von
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