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Die detailgetreuen Arbeiten von Otto Marseus van Schrieck, Erfinder des Waldbodenstilllebens, faszinieren bis heute. Erstmals wird er nun im Kontext seiner Zeitgenossen gezeigt. Sichtbar werden eine unbekannte Seite des Goldenen Jahrhunderts der niederländischen Malerei und die Schönheit von Stillleben, aber auch die Faszination des Dunklen, Verborgenen, Unheimlichen.

Die Werke des Amsterdamer Malers Otto Marseus van Schrieck fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaft im 17. Jahrhundert. Der Maler war mit bedeutenden Gelehrten vieler Länder bekannt, etwa Johannes Swammerdam und Cassiano Dal Pozzo. Sein Werk zeigt den Paradigmenwechsel von der Buchgelehrsamkeit zur empirischen Wissenschaft. Stets ist der Blick auf das Tatsächliche gerichtet. Tier- und Pflanzenstudien bereiten die Werke vor, die faktisch die Illustrationen zu den Forschungen der Wissenschaftler bilden. Mit ihnen gehörte der Maler zu einer internationalen Gelehrtenrepublik, auf die das noch heute gültige Weltbild Europas zurückgeht.
Künstler*innen
Otto Marseus, Johannes Swammerdam
Herausgegeben von
Gero Seelig (Hrsg.)
Beiträge von
Produktsicherheit
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