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Mit seinen ausdrucksstarken Illustrationen zu Goethes Faust II schuf Max Beckmann im Amsterdamer Exil einen der bedeutendsten Werkkomplexe der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Entstanden zwischen April 1943 und Februar 1944,
unter dem Eindruck seiner »Bombensorgen«, erweisen sich die virtuosen Federzeichnungen als ein gleichnishafter Spiegel unserer Gesellschaft.

Der Faust-Zyklus war für Beckmann ein Werk von existenzieller Bedeutung, an dem er intensiv und zuweilen bis zur körperlichen Erschöpfung arbeitete. Goethes Tragödie diente ihm als Ausgangspunkt für die Gestaltung eigener zentraler Themen wie das bewegte Zeitgeschehen, das Verhältnis von Mann und Frau, die Welt als shakespearische Bühne, die letzten Dinge oder sein
Selbstbild. Der bibliophile Band stellt alle 143 Federzeichnungen in ganzseitigen Abbildungen vor, ergänzt durch vorbereitende Bleistiftskizzen. Ferner werden Beckmanns eigenhändige Beschriftungen auf der Rückseite der Blätter erstmals vollständig dokumentiert.
Künstler*innen
Herausgegeben von
Roman Zieglgänsberger (Hrsg.)
Beiträge von
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