Im Reich der Flora (erscheint nicht)
Adriaen van der Werffs Gartenzimmer im Kontext seiner Zeit
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Sprache: Deutsch80 Seiten, ca. 60 Abbildungen, davon ca. 30 in Farbe, 29 x 24.5 cm, Hardcover
ISBN: 978-3-7774-3825-2
Ein Meisterwerk holländischer Innenraumgestaltung des ausgehenden 17. Jahrhunderts wird erstmals rekonstruiert. Das prächtige Kasseler Gartenzimmer, das der Maler Adriaen van der Werff für sein eigenes Haus schuf, dokumentiert eindrucksvoll die Fähigkeiten der Malerei im Kontext von Architektur und Dekor.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte sich in Holland mit der einheitlichen Gestaltung der Innenräume eine neue Kunst höchster Eleganz, die sich am höfischen Lebensstil in Frankreich und England orientierte. Ideal wurde ein völlig durch-/ gestalteter Raum, dessen Dekor Decken und Wände, Pilaster und Gesimse, Türen, Kamine und Möbel umfaßte. Die besten Maler der Zeit schufen große, in die freien Flächen eingepaßte Gemälde, die den Raum ringsum mit einem einheitlichen Darstellungsprogramm verzierten und seinen Charakter ganz wesentlich bestimmten. Kaum eines dieser eindrucksvollen Ensembles einer wandfüllenden Gemäldeausstattung hat sich bis heute erhalten. Beispielhaft wird das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Kassel verkaufte Gartenzimmer Adriaen van der Werffs nun publiziert und erstmals anschaulich rekonstruiert. Im harmonischen Zusammenspiel mit der Architektur erhielt die Malerei hier ihre Vollendung. Große Gemälde und Grisaillen mit Hirtenszenen und Allegorien der Vier Jahreszeiten und der Liebe suggerierten einst die Öffnung des Raumes in eine arkadische Welt, dominiert von der Frühlingsgöttin Flora im zentralen Deckenbild. Welch herausragende Bedeutung man dem zehnteiligen Zyklus aus dem Jahr 1696 beimaß, zeigt die Legende, nach der Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel das ganze Haus erworben habe, nur um an das famose Gartenzimmer zu gelangen. Das einzigartige Ensemble wird in der vorliegenden Publikation in den Kontext anderer dokumentierter oder noch erhaltener Raumausstattungen gestellt, so daß eine weitgehend vergessene Malereigattung wiederersteht.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte sich in Holland mit der einheitlichen Gestaltung der Innenräume eine neue Kunst höchster Eleganz, die sich am höfischen Lebensstil in Frankreich und England orientierte. Ideal wurde ein völlig durch-/ gestalteter Raum, dessen Dekor Decken und Wände, Pilaster und Gesimse, Türen, Kamine und Möbel umfaßte. Die besten Maler der Zeit schufen große, in die freien Flächen eingepaßte Gemälde, die den Raum ringsum mit einem einheitlichen Darstellungsprogramm verzierten und seinen Charakter ganz wesentlich bestimmten. Kaum eines dieser eindrucksvollen Ensembles einer wandfüllenden Gemäldeausstattung hat sich bis heute erhalten. Beispielhaft wird das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Kassel verkaufte Gartenzimmer Adriaen van der Werffs nun publiziert und erstmals anschaulich rekonstruiert. Im harmonischen Zusammenspiel mit der Architektur erhielt die Malerei hier ihre Vollendung. Große Gemälde und Grisaillen mit Hirtenszenen und Allegorien der Vier Jahreszeiten und der Liebe suggerierten einst die Öffnung des Raumes in eine arkadische Welt, dominiert von der Frühlingsgöttin Flora im zentralen Deckenbild. Welch herausragende Bedeutung man dem zehnteiligen Zyklus aus dem Jahr 1696 beimaß, zeigt die Legende, nach der Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel das ganze Haus erworben habe, nur um an das famose Gartenzimmer zu gelangen. Das einzigartige Ensemble wird in der vorliegenden Publikation in den Kontext anderer dokumentierter oder noch erhaltener Raumausstattungen gestellt, so daß eine weitgehend vergessene Malereigattung wiederersteht.
Künstler*innen
Herausgegeben von
Gregor J. M. Weber
Beiträge von
Produktsicherheit
Hirmer Verlag GmbH, Bayerstr. 57-59, 80335 München, mail@hirmerverlag.de,
Sicherheitshinweis entsprechend Art. 9 Abs. 7 S. 2 der GPSR entbehrlich.
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