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John Heartfield (1891-1968) zählt mit seinen politischen Collagen zu den innovativsten Grafikern der Weimarer Republik. Seine Fotomontagen und collagierten Buchumschläge, die ihre Herkunft in der Berliner Dada-Szene haben und sich gegen den Faschismus richten, sind noch heute von großer Sprengkraft.

John Heartfield ist international berühmt für seine politischen Collagen. Mit scharfer Beobachtungsgabe, Witz und Kompromisslosigkeit stellte er den ursprünglich dokumentarischen Charakter der verwendeten Pressefotos auf den Kopf und setzte seine Kunst bildgewaltig und mit pointiertem Humor aktiv gegen Krieg und Faschismus ein. Auch seine Trickfilme und seine Theaterarbeit werden im Kontext von Kunstwerken, Archivalien und Arbeitsmaterialien besprochen, ergänzt um Statements zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die Heartfields Werk im Zeitalter von Fake News beleuchten.

”Man ist sich bei den Henkern im Lande genau darüber im klaren, was für eine unschätzbare Waffe Heartfields Montage ist. Sie wissen welchen Feind sie in dem kleinen, unscheinbaren Johnny haben. Sie hassen ihn wie kaum einen anderen, und wehe, wenn sie seiner habhaft werden!"
Oskar Maria Graf 1938 in der Exilzeitung Deutsche Volkszeitung
Künstler*innen
John Heartfield, Oskar Maria Graf
Herausgegeben von
Angela Lammert (Hrsg.) | Anna Schultz (Hrsg.) | Rosa von der Schulenburg (Hrsg.)
Beiträge von
Beiträge von M. Gough, P. Krishnamurthy, Angela Lammert, Rosa v. d. Schulenburg, Anna Schultz, J. Toman, A. Zervigón u.a. sowie Statements von R. Deacon, T. Dean, M. Lammert, M. Odenbach, J. Wall
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