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Dinge, kurz bevor sie Abfall werden, hatten für mich schon immer einen besonderen Reiz. Sie stimulieren, regen auf und an, fordern heraus und fordern auf. So auch Auktionskataloge. Es sind die Abbildungen, die meine Neugierde hervorrufen, nicht Urheber, Provenienz, Maße oder Preise. Bei manchen Bildern lässt sich eine Umwandlung erahnen. Bei anderen springt sie geradezu ins Auge – ich lasse mich verführen: Mit Pinsel und Tusche mische ich mich ein. Karl Schlamminger

Karl Schlamminger (*1935 in Kempten) ist ein international renommierter Künstler, der sich unter Verwendung verschiedenster Werkstoffe vor allem mit aus der Geometrie abgeleiteten Formen auseinandergesetzt hat. Im vorliegenden Band beschäftigt sich Schlamminger mit Katalogen von Kunstauktionen, die inzwischen abgelaufen sind. Diese haben ihren ursprünglichen Zweck erfüllt und sind nicht mehr wichtig für die Öffentlichkeit. Und genau an diesem Punkt werden sie interessant für den Künstler. Bestimmte Bilder verführen ihn zu einer Umwandlung. Mit Pinsel und Tusche mischt sich Schlamminger ein, findet ungeahnte Spielräume. So entstehen neue Kunstwerke, die auf den zweiten Blick einen ganz besonderen Reiz entfalten.
Künstler*innen
Karl Schlamminger
Herausgegeben von
Navid Kermani | Michael Krüger | Tilman Spengler
Beiträge von
Produktsicherheit
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