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Die in den Jahren 1929 bis 1931 geschaffene Serie von elf Halle-Bildern stellt einen Höhepunkt im Oeuvre von Lyonel Feininger dar. Der unvergleichliche Komplex eines Stadtporträts wird in diesem Band erneut vorgelegt und umfassend erschlossen.

Von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, danach verschollen, 2006 in einer deutschen Privatsammlung wiederentdeckt – im Sommer 2009 gelang nach langwierigen Verhandlungen der Rückkauf des Gemäldes »Roter Turm I« von Lyonel Feininger (1871–1956) für die Stiftung Moritzburg in Halle, eine Sensation. Das Bild gehört zur Serie der Halle-Bilder, die von 1929 bis 1931 entstand. Seine Halle-Serie nimmt sowohl in seinem Oeuvre als auch in der Kunst des 20. Jahrhunderts eine Sonderstellung ein. Feininger ist mit dem Stil dieser Arbeiten, der Elemente des Kubismus, Futurismus und des Expressionismus auf eigene Weise synthetisiert, zum Erneuerer des Architekturmotivs in der Malerei geworden. Ein derart intensives Stadtporträt ist in der Geschichte der späten Moderne einzigartig. Der vorliegende Band macht das Thema in umfassender Weise zugänglich. Er fasst zum einen die beiden Ausstellungskataloge »Die Halle-Bilder« von 1991 und »Halle-Bilder. Die Natur-Notizen« von 2000 zusammen und verbindet deren Inhalt mit aktuellen Forschungsergebnissen zum Werkkomplex. Zum anderen bildet er alle zugehörigen bisher erfassten Arbeiten ab. Die großformatige Präsentation der 11 Gemälde und 29 Kohlezeichnungen wird durch Skizzen und Fotografien ergänzt und schließt nun erstmals wieder eine farbige Wiedergabe des Roten Turmes ein. Somit erfüllt diese Publikation den Anspruch eines Standardwerks zum Thema.
Künstler*innen
Lyonel Feininger
Herausgegeben von
Wolfgang Büche (Hrsg.)
Beiträge von
Produktsicherheit
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