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Monika Huber verarbeitet die Bilderflut aus den Fernsehnachrichten auf eigene Weise: Die Künstlerin fotografiert Nachrichtenbilder und transformiert diese mit malerischen Mitteln. In ihren Werken setzt sie sich somit kritisch mit der veränderten medialen Berichterstattung auseinander.

Auslöser für dieses künstlerische Statement war das Zusammentreffen verschiedener Ereignisse, die seit Jahresbeginn 2011 weltweit die Fernsehberichterstattung beherrschen: die Aufstände in Nordafrika und im Nahen Osten, die Proteste in Griechenland und Spanien und die in den USA entstandene Occupy Bewegung.
In ihrer fotografischen Werkgruppe Einsdreißig setzt sich Monika Huber mit der Aufbereitung, Auswahl und Wahrnehmung von medialen Bildern auseinander. Der Titel bezieht sich auf die Zeit von einer Minute und dreißig Sekunden, die ein Nachrichtenbericht in den Hauptnachrichten in etwa zeitlich einnimmt. Die Fotografien ermöglichen dabei einen neuen Blick auf den revolutionären Wandel, der sich vollzieht. Sie zeigen wie austauschbar und zugleich persönlich die Bilder der Menschen, die Demokratie und soziale Gerechtigkeit ersehnen, weltweit sind.
Indem Monika Huber Nachrichtenbilder fotografiert und deren Abzüge übermalt, entsteht ein eigenes Genre der Fotografie. Die Motive werden soweit bearbeitet, bis lediglich kleine Szenen und Silhoutten von Figuren als Verweis auf das Stattgefundene bestehen bleiben. So sind zwar die abgebildeten Ereignisse noch zu erkennen oder zumindest zu erahnen, aber sie lassen sich nicht mehr eindeutig lokalisieren.
Künstler*innen
Monika Huber, Susanne Fischer
Herausgegeben von
Beiträge von
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