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Pablo Picasso verbindet in seinen Linolschnitten zeichnerisches Talent mit üppiger Farbgestaltung. Der besondere Reiz dieser Drucktechnik bestand für den Spanier darin, farbige Graphiken schaffen zu können, die Gemälden in Hinblick auf ihre koloristische Wirkung in nichts nachstehen.

Picasso befasste sich ab den 50er-Jahren intensiv mit dem Linolschnitt und verhalf ihm damit zu einer Renaissance, nachdem er lange Jahre als vernachlässigte künstlerische Technik galt. Der vorliegende Katalogband zu der vom Kunstmuseum Pablo Picasso Münster konzipierten Ausstellung beschreibt Picassos unkonventionellen Umgang mit dem Druckverfahren und erzählt die Geschichte des Linolschnitts ebenso wie die biografischen Rahmenbedingungen, unter denen der Künstler die Werke schuf. Mit rund 100 Abbildungen führt der Band durch einen Bildkosmos aus Stierkampfszenen, mythologischen Darstellungen und Porträts. Zahlreiche Probe- und Zustandsdrucke belegen den experimentellen Umgang Picassos mit dem Medium des Linolschnitts. Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke dokumentieren vor allem das reife Schaffen des Spaniers und gleichzeitig atmen die Bilder die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal »Lehrling« in einer von ihm unerprobten Technik wurde.
Künstler*innen
Herausgegeben von
Markus Müller (Hrsg.)
Beiträge von
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