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Schönheit, Optimismus und Lebensfreude kennzeichnen die Bilder von Pierre-Auguste Renoir, der sich in seinen Bildern den positiven Seiten des Lebens zuwandte und sein Publikum damit bis heute begeistert. Nun erweist sich der Künstler als Virtuose im Umgang mit Textilien seiner Zeit.

Wie kaum einem anderen Vertreter des Impressionismus gelang es dem französischen Maler Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) das Sinnliche des Stoffes einzufangen und wiederzugeben. Im Fokus seines Interesses stand dabei die nackte weibliche Haut, die das Licht zurückwirft, und der gewebte, bestickte Stoff, der die Körperformen umschmeichelt. Unter Farben und Materialien bevorzugte er unter anderem metallisches Blau mit Silberglanz, traditionelle Stickereien voll von Patina sowie knisternde Seide. In seinen Bildern wollte er eine Wirkung »wie Seide gemalt« erzielen.
Die Sinnlichkeit des Stoffes prägt bei Renoir nicht nur die Wahl der Sujets, sondern beeinflusst auch die besondere Bekleidung der – bevorzugt weiblichen – Porträtierten. Kleidungselemente in Renoirs Gemälden, ihre Farben und Stoffe stehen im Zentrum dieser Betrachtung. Sie treten in Dialog mit kostbaren französischen Seiden und Samten aus der europaweit einzigartigen Textilsammlung Chemnitz, die zwischen 1885 und 1910 in den großen Manufakturen in Paris und Lyon gefertigt wurden. Im Zusammenspiel von Gemälden, Textilien und Texten namhafter Autoren zur französischen Moderne entsteht ein inhaltlich dichter Band, der Lust am Leben verströmt.
Künstler*innen
Pierre-Auguste Renoir
Herausgegeben von
Ingrid Mössinger (Hrsg.) | Karin Sagner (Hrsg.)
Beiträge von
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