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Das vorliegende Buch widmet sich ausschließlich den Porträts und Selbstporträts von Ulrike Turin. Es wurde durch die Thematik an sich, durch Turins erläuternden Text und das von ihr selbst entwickelte Gestaltungskonzept ein in sich geschlossenes, äußerst individuelles Konvolut.

Sofern wir von einem zeitgenössischen Porträt oder Selbstporträt Ähnlichkeit mit der porträtierten Person erwarten, befinden wir uns in einer seit Jahrhunderten praktizierten Tradition des Gedenkens, der Repräsentation, der Idealisierung oder der schlichten Dokumentation bestimmter Persönlichkeiten. Die Bildnis-Sammlungen unserer Museen legen reichlich Zeugnis ab vom vielfältigen gesellschaftlichen Wandel, von den Gepflogenheiten im Umgang mit Gestik und Mimik, mit Kleidung oder den Attributen von Macht und Wohlstand und natürlich von den unterschiedlichsten künstlerischen Fertigkeiten. Jenseits solcher kunsthistorischen Bezüge zeigt Ulrike Turin hier ihre Arbeiten, über 120 Zeichnungen und Gemälde aus den Jahren 1959 bis 2008, die zum Beispiel durch die tradierte klassische Maltechnik scheinbar dem Bereich der oben beschriebenen Tradition angehören. Sie erreicht aber mit inhaltlichen oder formalen Brüchen eine individuelle Position, die ihr Werk deutlich im Heute ansiedeln. Darüberhinaus berichtet sie in einem authentischen Textbeitrag sozusagen aus der Hexenküche der Produktion, welcher komplexen äußeren und inneren Prozesse es bedarf, um ein überzeugendes Bildnis zu schaffen.
Künstler*innen
Ulrike Turin
Herausgegeben von
Beiträge von
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