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Der Bildhauer Winfried Baumann (* 1956) stellt mit seinen Arbeiten Fragen nach sozialer Verantwortung und der Wahrnehmung heutiger Gesellschaftsformen. Seine Themen sind von großer Aktualität: inhaltlich in Bezug auf soziale und städtebauliche Visionen, formal als Grenzüberschreitung zwischen freier bildender Kunst und angewandter Gestaltung.


Seit über dreißig Jahren beschäftigt sich Winfried Baumann mit der zusehends zu einer Überlebensfrage der zivilisierten Gesellschaft avancierten ökologischen Problematik. Müll, Schlacke aus der Müllverbrennung, Altöl und andere Abfallprodukte unserer Konsumgesellschaft sind Werkstoffe, die er seit Mitte der 1980er-Jahre für sein plastisches Werk und seine raumgreifenden Installationen verwendet. In der umfangreichen Werkgruppe »Kathedralen für den Müll« beschäftigt sich der Künstler u.a. mit Deponieanlagen für megaurbane Räume, der Sicherung und Markierung nuklear verstrahlten Areale, Mülldeponien für urbane Zwischenräume und dem Thema Urban Mining.
Künstler:innen Winfried Baumann
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